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Bürgerinitiative Frischluft für Cannstatt  



Ein lang gehegter Traum der Wilhelma wurde wahr: Ein junger Eisbär wächst bei seiner Mutter auf! Bei der Geburt am 10. Dezember 2007  war „Wilbär“ blind, taub, fast nackt und kaum größer als ein Meerschweinchen. Wie in der Natur gab es wochenlang nichts anderes als schützendes Dämmerlicht und von Mutter „Corinna“ Wärme, Milch und beruhigendes Gebrummel.

Was Wilbär und seine Mutter Corinna nicht wissen: Genau fünf Tage vor der Geburt des Eisbären-Jungen stimmten die Beiräte von CDU, FDP und Freien Wählern im örtlichen Bezirksbeirat für die Bebauung eines wichtigen Kaltluftentstehungsgebietes in Bad Cannstatt - obwohl sich die Stadtklimatologie des städtischen Umweltamtes ausdrücklich gegen einen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet ausgesprochen hatte.

Übrigens: Das Landschaftsschutzgebiet Lerchenheide / Kreutelstein, für dessen Erhalt sich unsere Bürgerinitiative einsetzt, liegt rund fünf Kilometer Luftlinie von Wilbärs Kinderstube entfernt. So bringen  schwäbische Kommunalpolitiker auch Eisbären aus der Arktis ins Schwitzen ...



Unsere E-Mail an Wilbär hier (pdf)

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Kaltluft für Wilbär!

Bürgerinitiative will Patenschaft für den kleinen Eisbär der Stuttgarter Wilhelma übernehmen.
 

"Wir kämpfen dafür, dass eine Kaltluftschneise in Bad Cannstatt unverbaut erhalten bleibt. Damit der kleine Wilbär einmal als großer Eisbär nicht zu arg ins Schwitzen kommt", so begründet Gretel Quiring, Sprecherin der Bürgerinitiative Frischluft für Cannstatt, schmunzelnd, warum ihre Mitstreiter gern die Patenschaft über den kleinen Star des zoologisch-botanischen Gartens übernehmen würden.

Denn Wilbär, eigentlich in der eiskalten Arktis zuhause, lebt auf heißem Pflaster. Im Jahr 2007 gewann das Stuttgarter Neckartal und Bad Cannstatt, wo die  Wilhelma liegt, den Titel als heißester Ort Deutschlands. "
Deshalb dürfen Kaltluftgebiete aus stadtklimatologischen Gründen nicht weiter verbaut werden", erläutert Quiring, warum  Paten und Patenkind so gut zusammen passen würden. Schließlich gilt: "Wir wollen erreichen, dass Menschen und Eisbären kein Hundeleben führen leben müssen".

Für ihr Patenkind haben sich die Mitglieder der Bürgerinitiative auch schon ein passendes Geburtstagsgeschenk an jedem 10. Dezember eines Jahres ausgedacht: "Einen riesigen Eiswürfel", sagt Gretel Quiring - und fügt vorsorglich an: "Aber bitte nichts Wilbär weitersagen!"